Schweden (Juni 2019)

Schwedenurlaub mit Womotüt 2019

Unsere Tour durch Schweden im Juni 2019

Schweden: Abenteuer pur – ein echter Traumurlaub

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Unser erstes richtig großes Abenteuer startet im Juni 2019: drei Wochen Rundreise durch Schweden. Erste Erfahrungen hatten wir in 2018 bei unserem 10-Tagestrip nach Italien gesammelt. Aber drei Wochen auf engem Raum… mal sehen, ob das gut geht. Um es schon vorab zu sagen: es ging verdammt gut! Wir haben uns die ganzen drei Wochen sauwohl gefühlt und den schönsten Urlaub unseres Lebens verbracht.

Aber ich fange von vorn an.

Im Frühjahr 2019 hatten wir bereits die Fähre von Fredrikshavn (Dänemark) nach Göteborg gebucht. Am 03. Juni 2019 wollen wir die Fähre nehmen und nach Schweden übersetzen. Vorher gab es natürlich noch einiges zu tun. So mußten wir Ayka über das Internet beim Zoll anmelden und die Tollwut Impfung auffrischen. Und dann kam das große Packen. Nachdem wir alles verstaut hatten, zeigte die Waage: 4,6to (erlaubt sind 4,5 to) – und der Tank war nicht mal voll. Also kam wieder einiges raus und wir haben uns geschworen: eine Auflastung auf 4,8to muß her. Nur für den Urlaub in Schweden wird das nicht mehr klappen.

Unsere Rundreise und die Campingstationen in Schweden im Überblick:

Unsere angesteuerten Campingplätze in Schweden

Das Abenteuer Schweden beginnt

Das Abenteuer Schweden beginnt

Am 01. Juni 2019 geht es bei strahlendem Sonnenschein um 8 Uhr morgens los. Ziel war zunächst der Campingplatz Haithabu in Busdorf, in der Nähe von Schleswig, welchen wir gegen 17.00 Uhr erreichen. Hier schlagen wir unser erstes Nachtlager auf. Nach etwa 530km sind wir zwar etwas geschafft aber voller Tatendrang. Womotüt ist standfertig gemacht und der neue Grill rausgeholt. Nur paßt der Grillanschlußadapter nicht an unseren Außengashahn. Das war ärgerlich – das haben wir vorher nicht kontrolliert. Egal. Wir schnappen uns Ayka und es geht mit ihr an den See. Wir drei sind froh, dass wir uns nun die Beine vertreten können. Da Schleswig ganz in der Nähe auf der anderen Seite der Schlei liegt, schnappen wir uns die Räder und machen die erste Radtour bis nach Schloss Gottorf und einmal nach

Schloss Gottorf

Schleswig rein. Dort kaufen wir Einweggrills – nicht toll aber besser als nichts.

Zurück am Womotüt angekommen, glüht der Einweggrill und die Scampis bruzzeln – mmmhhh lecker. Wir genießen die Abendsonne, aber Ayka soll noch ein bißchen laufen.  Wir wandern eine Stunde rund um das Wikingerdorf Haithabu. Um 22.00 Uhr schlafen wir drei tief und fest und träumen schon vom nächsten Tag: Auf nach Dänemark .

 

Unser erster Tag in Bildern:

 

 

Der zweite Tag – 02. Juni 2019: von Schleswig nach Frederikshavn in Dänemark

Tag 2: Los geht´s – auf nach Dänemark

Wir haben sehr gut geschlafen und die Sonne weckt uns am nächsten Morgen. Ab unter die Dusche und nach einem herzhaften Frühstück und einer Gassirunde mit Ayka machen wir Womotüt reisefertig. Auf geht es quer durch Dänemark an den nordöstlichen Zipfel: Frederikshavn. 440km liegen vor uns.

Die Fahrt führt uns zunächst über die A7 Richtung dänische Grenze nach Kolling. Über Aarhus wollen wir Richtung Aalborg. In Randers machen wir nach etwa 247 km eine Mittagsrast – paast: es ist kurz nach 12.

Gut gestärkt geht es mit Womotüt dann weiter bis nach Frederikshvn. Um 15.15 Uhr kommen wir frohgelaunt am Campingplatz Hedebo Strand Camping an. Das Wetter ist super und wir haben einen Platz in der ersten Reihe – direkt an der Ostsee. Womotüt wird platzfertig aufgestellt und mit Ayka geht es natürlich direkt an den Strand. Wir waren von den riesigen Muschelbergen überrascht. Oliver sammelte erst mal Sand. Wer weiß, vielleicht ist der ja morgen weg.. 🙂

Mit dem Rad besichtigten wir noch den kleinen Ort und erkundeten schon mal den Fährhafen für den nächsten Morgen und mit großem Hunger machten wir uns ein schönes Abendessen: Garnelen mit Gemüse und KaPü.

Und dann fielen wir todmüde in die Falle… Morgen geht es nach Schweden – zum ersten Mal mit Womotüt auf eine Fähre… das wird was.. und schon träumen wir von Schweden..

Campingplatz: Hedebo Strand Camping

Ein sehr schöner Campingplatz (600 Plätze) mit zahlreichen Wiesenplätzen – auch mit Blick auf die Ostsee. Direkt neben der Einfahrt zum Platz ist ein kleiner Supermarkt, der auch technisches Zubehör bietet. Wir haben uns wohl gefühlt. Infos: Hedeo Strand Camping

Unser 2. Tag in Bildern

 

 

 

 

 

 

Der dritte Tag – 03. Juni 2019: von Frederikshavn nach Göteborg in Schweden

Der nächste Morgen begann bei leicht bewölktem Himmel – egal. Heute geht es mit der Fähre auf nach Schweden. Wir hatten den Platz auf der Fähre lange vorab gebucht. Zum Glück: Es war richtig voll. Nach dem Frühstück und einem ausgiebigen Ayka-Rundgang, fuhren wir zum Fährhafen. Ich war schon etwas nervös. Immerhin war das meine erste Fahrt auf einer Fähre mit Womotüt und wie ich die LKWs so neben mir sehe, bekomme ich Respekt. Wir sortieren uns in die uns zugewiesene Fahrspur ein und warten auf die Einschiffung auf die Fähre von StenaLine. Und dann geht es ganz schnell. Zum Glück sind wir weit vorne und ich rangiere Womotüt bis kurz vor das Ausfahrttor. Ayka muss während der Überfahrt im Womotüt bleiben. Aber das schafft sie locker für 3,5 Stunden. Wir machen Womotüt standsicher und gehen nach oben zu unseren reservierten Fensterplätzen mit Buffet und genießen unser Mittagessen: die ersten Köttbullar 🙂

Noch ist das Wetter ok und wir erobern das Sonnendeck und lassen uns den Wind um die Nase wehen – hoffentlich geht es Ayka gut.. während der Überfahrt kommt man nicht aufs Parkdeck zurück. Dann nach ca. 3 Stunden tauchen die ersten Schereninselchen auf: Wir sind in Schweden. Leider zieht es zu und Schweden begrüßt uns etwas nieselig. Aber: es sollte für die nächsten drei Wochen (fast) der letzte Regen sein, den wir erleben…

Willkommen in Schweden

Aufgeregt und fasziniert von der Landschaft zugleich, erreichen wir den Hafen und den Liegeplatz der Fähre  in Göteborg. Jetzt aber schnell zurück zu Ayka und unserem Womotüt. Ayka hat die Überfahrt glatt verschlafen…

Jetzt nur noch unseren Campingplatz in Göteborg finden.. war aber gar kein Problem. Nach etwa einer Stunde Fahrt durch die City von Göteborg mit vielen Baustellen erreichten wir den Campingplatz Liseberg. Ein wirklich schöner Platz am Rande von Göteborg, direkt am Wald gelegen. Wir waren happy – Schweden! Wir sind in Schweden. Womotüt eben festgemacht und als erstes mit Ayka ab in den Wald. Die Natur war schon hier wunderschön – ein Bachlauf, der Wald – toll. Aber es sollte noch schöner werden. Wir hatten ja zwei Tage Göteborg eingeplant. Nach einem zünftigen Abendessen schnappten wir uns die Räder und fuhren in die Stadt. Seltsam – es war 22.30 Uhr durch und noch immer hell. Und dann kam die Sonne noch kurz hinter den Wolken hervor und würde uns drei Wochen nicht mehr verlassen.

Erschöpft aber glücklich fielen wir später nur noch ins Bett und waren so gespannt auf die Zeit, die wir in Schweden verbringen werden: Wie wird die Natur sein, hält Womotüt durch, was wird uns erwarten?

Campingplatz: Lisebergsbyns Camping

Etwa 15 Minuten außerhalb von Göteborg liegt der idyllische Campingplatz Lisebergsbyn (200 Plätze) mit zahlreichen Wiesenplätzen mitten in der Natur. Es sind nur Schritte zu einem weitläufigen Waldgebiet mit herrlichem See. Die Sanitärgebäude sind sehr sauber gewesen. Für den Schwedeneinstieg und natürlich für eine Besichtigungstour Göteborgs liegt er ideal. Infos: Lisebergsbyn Camping Göteborg

 

Unser 3. Tag in Bildern

 

 

 

 

 

 

Der vierte Tag in Schweden – 04. Juni 2019: Göteborg

Wie geil ist das denn? Unser erster richtiger Tag in Schweden und die Sonne strahlt von Himmel. Wir waren beide super drauf und nach einem guten Frühstück, planten wir zunächst unseren Tag:

  • Wandertour mit Ayka
  • Göteborg besichtigen
  • Tour mit Ayka
  • Plan für den nächsten Tag erstellen

Also Ayka an die Leine und los ging es. Wir hatten abends ein Schild gesehen: Härlanda tjärn – Härlanda See. Den wollten wir uns anschauen. Wir wanderten direkt von unserm Womotüt aus in den Wald und folgten dem Bachlauf immer bergauf. Dann mußten wir den Bach auch mal überqueren und kamen schließlich an einem Platz mit vielen Grillstationen an. In Göteborg grillte man also gerne. Noch kurz über einen Hügel und dann lag er da: der Härlanda See. Genauso wie wir uns das in Schweden vorgestellt hatten. Glatte Felsen ragten aus dem Wasser und Ayka hielt natürlich nichts mehr: ab in den See. Es war schon traumhaft – aber es sollte auf unserer Reise noch so viel schöner werden… Ayka hatte sich ausgetobt und wir gingen zurück.

Jetzt stand Sightseeing auf dem Programm. Ab auf die Räder und wir folgten der Beschilderung und Richtung Altstadt. Hier sollten sich deutsche Städte – auch meine Heimatstadt Düsseldorf – mal ein Beispiel daran nehmen, was gute und sichere Fahrradwege bedeuten. An allen Straßen waren etwa 3m breite Fahrradwege mit eigenen Ampeln. Selbst bei dichtem Verkehr fühlt man sich als Radfahrer absolut sicher – toll!

Unser erstes Ziel war die alte Bastion – auf einem Hügel gelegen – von dem man einen tollen Blick auf die Stadt hat. Die Sonne knallte schon ziemlich, die Luft war aber richtig schön und nicht schwül. Von der Bastion fuhren wir hinunter zum alten Stadtteil: Häga. Hungrig gönnten wir uns in einem netten Straßencafé ein Mittagessen. Gut gestärkt war die Feskekorka unser nächstes Ziel. Früher Kirche, heute eine Markthalle für Fischhändler. Da Ayka nun schon länger alleine war, fuhren wir noch einmal quer durch die Stadt und machten uns dann auf den Rückweg.

Nach einem ausgiebigen Gang mit Ayka, ruhten wir uns aus, um später mit den Rädern noch mal zum See hoch zu fahren. Eine tolle Tour durch eine wunderschöne Natur. Abends stärkten wir uns dann bei selbstgemachten Pfannekuchen. So langsam geht die Sonne unter und das Bett ruft. Morgen sollte der erste Tag mit Womotüt auf dem Weg quer durch Schweden sein. Der erste Tag war schon klasse!

 

Unser 4. Tag in Bildern


 

Der fünfte Tag in Schweden- 05. Juni von Göteborg nach Lidköping (140 km)

Der fünfte Tag begrüßt uns mal wieder mit herrlichem Sonnenschein. Same procedure as every day: Frühstück, Ayka Rundgang, Womotüt startklar machen und auf geht´s. Es liegen ca. 140km vor uns. Wir sind auf die Straßen gespannt und nun fahren wir die Campingplätze ohne Reservierung an. Aber das wird auf der ganzen Fahrt nie ein Problem. Es ist überall etwas frei. Um 10.30 Uhr sind wir unterwegs und erreichen gegen 13.00 Uhr den 5 Sterne Campingplatz Kronocamping in Lidköping. Ein toller Platz mit großen Stellplätzen direkt am größten See Schwedens, dem Vänern See. Nach dem Womotüt stellplatzfertig gemacht ist, ging es natürlich mit Ayka an den See. Die Sonne brannte wieder und Ayka war nicht zu halten – ab in den See. Herrlich…

Wir stärkten uns anschließend und beschlossen dann, eine längere Radtour zum wirklich sehenswerten Schloß Läkkö zu unternehmen. Das war ein ziemlich langer Weg und wir sollten eine Tour von insgesamt 60km vor uns haben. Aber mit den E-Bikes ja kein Problem. Die Fahrt dorthin ähnelte einer Tour durch einen Schweden – Spielfilm: Grüne Wiesen wechseln sich mit roten oder gelben Holzhäusern ab .. wir dachten, gleich springt Michel aus Lönneberga aus dem Gebüsch hervor. Das Schloss Läkkö ist sehr schön und wir genossen die Aussicht. Aber wir hatten ja noch einen gut 25km Rückweg vor uns. Gut, dass die Sonne erst so spät untergeht. Da hat man nach hinten immer genug Zeit…

Geschafft aber glücklich kamen wir wieder beim Womotüt an. Ayka freute sich natürlich. Durch die Klimaanlage hat sie es sich gut gehen lassen. Trotzdem wollte sie natürlich wieder an den See. Wir nutzten den Abendgang mit Ayka zu einer kurzen Stadtbesichtigung. Das Rathaus war recht sehenswert, aber sonst hatte Lidköping nicht so viel zu bieten. Wir setzten uns noch auf ein Bier in den Biergarten des Campingplatzes und schliefen später sofort ein. Ich glaube, wir haben in keiner Nacht in diesem Urlaub unter 8 Stunden geschlafen. Der Urlaub tat uns beiden soooo gut…

 

Unser 5. Tag in Bildern

 

Der sechste (sonnige) Tag in Schweden – 06. Juni von Lidköping nach Töreboda (70 km)

Es ist ja schon fast langweilig, aber wieder herrlicher Sonnenschein an unserem sechsten Urlaubstag. Ausgeschlafen und voller Tatendrang auf den neuen Tag, starten wir mit einem Rundgang mit Ayka zum See. Heute haben wir etwas Zeit, da der Weg am See entlang bis Töreboda nicht sehr weit ist. Wir wollen uns aber die kleinste Fähre Schwedens über den Göta-Kanal nicht entgehen lassen.

Über eine naturnahe Landstraße erreichen wir am frühen Mittag den neuen und sehr schön gelegenen Campingplatz  Töreboda. Nach der Anmeldung durch den freundlichen (übrigens waren alle Schweden mag nett) jungen Mann an der Rezeption, hatten wir einen tollen Platz mit Strom und Wasser in der Sonne. Schnell war Womotüt standfertig und nach einer Runde mit Ayka am Kanal entlang, schwangen wir uns auf die Räder und mußten unbedingt die Fähre ausprobieren: Ja, sie ist wirklich klein, gratis und die Überfahrt dauert leider nur 30 Sekunden.

Der Ort ist sehr hübsch und hat viele der typischen Schwedenhäuser in rot, gelb oder grau. Da uns der Hunger plagte, haben wir in einem kleinen Restaurant am Kanal Platz genommen und etwas gegessen. Es war sehr heiß – ich meine das Wetter, nicht das Essen – und wir fühlten uns eher wie im Süden Italiens. Aber die Luft ist in Schweden ganz anders. Damit wir nicht in der Sonne weg brutzeln, ging es am herrlichen Göta-Kanal mit den Rädern entlang. Die Natur ist ein Traum: Von Anhöhen kann man weit über das grüne Land blicken. Die Wiesen und Felder schwingen im Wind und leise plätschert der Kanal nebenher, während man selbst auf dem Rad sein Glück kaum fassen kann. Der Göta-Kanal verbindet die großen Seen Vänern und Vättern und führt weiter bis zur Ostsee.

Wir waren total geflasht von der Umgebung. Die alten Schleusenhäuschen dienen heute als Café. Auch die Schleusen an sich sind sehenswert. Teilweise sind 5 Schleusen hintereinander, um den Höhenunterschied im Kanal auszugleichen.

Zurück auf unserem – direkt am Kanal – gelegenen Campingplatz, legten wir uns zur Entspannung in die Sonne. Aber Ayka wollte unbedingt los.. na dann.. auf geht´s. Und natürlich – es dauerte keine 5 Minuten, eroberte Ayka den Kanal als Badewanne für sich. Wir beide waren echt neidisch… 🙂

Zum Abendessen gab es dann frisches Schwedenbrot, einen Salat und Bolognese (selbstgemacht) mit Nudeln…. mmmh … lecker… und natürlich alles draußen in der Abendsonne. Nach dem Essen ist vor der Arbeit. Jeder Camper kennt das: Ab in die Spülküche zum Abwasch.. Aber in so einer Umgebung macht das richtig Laune.

Wir saßen an diesem Abend noch lange draußen und hörten dem Plätschern des Kanals zu und genossen die letzten Sonnestrahlen – um 22.45 Uhr 🙂

 

Unser 6. Tag in Bildern

 

Der siebte (sonnige) Tag in Schweden – 07. Juni von Töreboda nach Örebro (145 km)

Was gibt es Schöneres, als sich durch die Sonne wecken zu lassen? Schon um 3.48 Uhr ist sie aufgegangen an einem wolkenlosen Himmel… Es ist ein Traum..

Heute wollen wir nach Örebro weiter kommen. Dort gibt es eine schöne Innenstadt und ein Schloss. Also auf geht’s! Töreboda war toll – der Kanal, das Örtchen.. es bleiben schöne Erinnerungen – aber Neue warten schon auf uns. Wir rechnen mit ca. 2,5 Stunden reiner Fahrzeit. Unterwegs wollen wir der alten Festung Karlsborg einen Besuch abstatten und mal sehen, was wir auf dem Weg noch so erleben..

Womotüt ist wie immer schnell fahrbereit und nach einem guten Frühstück fahren wir Richtung Karlsborg und kommen am Vikensee vorbei. Die ganze Natur ist atemberaubend und wunderschön. Wir könnten überall halten, um sie zu erkunden. Aber wir hatten ja ein Ziel. Mittags kamen wir dann in Karlsborg an. Eine imposante und top erhaltene Festungsanlage direkt am großen Vätternsee gelegen. Trotz der über 30 Grad heißen Temperaturen laufen wir – na gut schwimmt Ayka – den Weg bis zur Festung. Wenn ihr mal in der Gegend seid – es lohnt sich, schaut euch das Gelände an.

Schwimmen im See in Schweden

Wir machen uns aber weiter auf den Weg – wieder durch eine traumhafte Natur. Die Straßen sind so gut wie nicht befahren. Nur ganz selten kommt uns mal ein Auto entgegen. An einem Rastplatz entschließen wir uns, eine Mittagspause einzulegen. Eigentlich wollten wir hier nur eine Kleinigkeit essen, aber Ayka entdeckte einen herrlichen See unterhalb des Rastplatzes und nicht nur sie – wir alle machten Bekanntschaft mit den „eisigen“ Wassern der Seen in Schweden. Welch ein Genuss – ein Traum. Glasklares Wasser, 32 Grad Außentemperatur, 15 Grad Wassertemperatur … bbbrrr.. wie Ayka das nur aushält. Und Oliver schwimmt was das Zeug hält.. Hier wollen wir gar nicht mehr weg – aber wir haben noch 1,5 Stunden Fahrzeit vor uns.

Richtig cool erfrischt geht es weiter Richtung Norden – immer die Nationalstraße 50 entlang bis wir gegen frühen Nachmittag Örebro erreichen. Der Campingplatz ist nett gemacht und wir richten uns kurz ein. Ayka ist vom Tag und der Hitze erschöpft und ruht sich im Womotüt aus. Wir schnappen uns die Räder und folgen der Beschilderung Richtung Altstadt. Dort findet gerade ein Fest statt und die City ist voller Menschen. Welch ein Gegensatz zu der menschenleeren Natur unterwegs. Die Stadt ist urig –  mit dem Schloss Örebro und der Altstadt.

Am Abend gab es dann ein kurzes Gewitter – ideal, um Womotüt nach einer Woche auf Vordermann zu bringen: Putzen war angesagt. Und wieder geht ein traumhafter Tag zu Ende… kann es wirklich so weiter gehen? Wir freuen uns schon auf den nächsten Tag und schlafen wie immer fast 9 Stunden…

 

Unser 7. Tag in Bildern

 

Der achte (sonnige) Tag in Schweden – 08. Juni von Örebro nach Rättvik (211 km)

Durch das Gewitter am Abend zuvor war die Luft nun herrlich frisch, aber wieder warm und wiedermal sonnig. Heute sollten wir eine der längsten Strecken vor uns haben. Fast 4 Stunden Fahrzeit zu unserem nördlichsten Punkt auf unserer Reise in Schweden: Rättvik am Siljan See. Dann nicht groß gezögert und nach einer Runde mit Ayka rein ins Womotüt und nun immer Richtung Norden. Zunächst machten wir Halt in Kopparberg und besichtigten die imposante Holzkirche und die kleine Altstadt.

Um die Mittagszeit überkam uns ein Hungergefühl und an einem Rastplatz mit einem schönen Bistro am See machten wir einen Stopp. Aber erst war Ayka dran und wir drehten mit ihr eine schöne Runde am See. Dann stärkten wir uns mit Köttbullar (ausgesprochen: Schöbullar – nicht Köttbullar). Eine tolle Rast: Die Sonne brennt, der See zu Füßen und wir essen heiße Frikadellen.. ach was geht es uns gut… 🙂

Unser nördlichster Punkt in Schweden

Zufrieden geht es weiter auf der Landstraße Richtung Rättvik, welches wir am späten Nachmittag erreichen. Der Campingplatz Siljansbadet ist klasse. Wir haben wieder einmal einen tollen Platz direkt am Wasser und machen es uns gemütlich: ok ich mache Fotos und Oliver muss schuften 🙁 – nein! Wir machen natürlich immer alles zusammen. Wir nutzen zum ersten Mal die Möglichkeit, Teile unserer Wäsche im Waschraum zu waschen. Während die Wäsche so vor sich hinwäscht, gönnen wir uns eine Pause in der Sonne. Selbst hier im schon hohen Norden ist fast 30 Grad heiß. Es ist immer wieder traumhaft schön. Du liegst in deinem Stuhl und hörst in der Sonne das Plätschern des Sees… Zeit, zum Eindösen.

Wenn da nicht die Umgebung ruft und erkundet werden will.. also geht es mit Ayka am See entlang zu der – auf einem Hügel gelegenen – Kirche. Hier blühen gerade die Obstbäume und bilden fast eine Symbiose mit der weiß getünchten Kirche vor dem tiefblauem Himmel. Toll – wunderschön. Auch die bunten Blumenwiesen sehen so anders aus als die braunen, vertrockneten Wiesen zu Hause. Ich kann mich gar nicht daran satt sehen. So eine intakte Natur – wir wollen nicht mehr weg.

Um den ganzen Ort zu erkunden, nutzen wir die Räder und finden herrliche rote, gelbe und blaue Holzhäuser mit tollen Gärten vor. Der Flieder blüht überall und versprüht einen betörenden Duft.

Zum Abend kommt dann Wind auf und das Wetter soll umspringen. Regen ist für Rättvik und die Regionen weiter westlich angekündigt.  Aber noch ist es warm und die frisch gewaschene Wäsche kann in der Abendluft trocknen.

Welch ein toller Tag. Wir beide sind so fasziniert von der Natur, den Menschen und dem Wetter in Schweden. Tief entspannt träumen wir vom nächsten Tag…

 

Unser 8. Tag in Bildern

Der neunte Tag in Schweden – 09. Juni von Rättvik nach Östhammar (243 km)

Heute hatten wir uns vorgenommen, dem schlechten Wetter, welches ankommen sollte, zur Ostsee zu entfliehen. Laut Wettervorhersage soll e der Regen im Westen von Schweden bleiben. Es liegt eien lange Etappe vor uns – knapp 250km und wir sind bereits gegen 8.30 Uhr auf dem Weg. Die Rezeption hat noch geschlossen und so hinterlegen wir unsere Platzgebühr am Fenster der Rezeption und fahren los. Nun in Südöstlicher Richtung und die Sonne bleibt uns tatsächlich auf den Fersen.

In Gävle nach etwa 150km machen wir Halt und wollen uns die Stadt anschauen. Sie unterscheidet sich doch zum Teil von den anderen mittelschwedischen Städten. Hier gibt es viele Steinbauten – auch von imposanter Größe. Nach einem Stadtbummel mit Ayka, die es sich nicht nehmen lässt, im Brunnen vor dem Theater zu baden, geht es zurück zum Stellplatz. Hier improvisieren wir und essen unser Mittagsmal auf den Pöllern der Parkplatzumrandung. Es schmeckt auch so.

Gut gestärkt machen wir uns auf den Weg zu Ostsee. Wir wissen noch nicht genau wohin und steuern den ersten Ort an, der angeblich einen schönen Campingplatz haben soll: Östhammar. Wir werden nicht enttäuscht. Die Rezeption ist etwas in die Tage gekommen – aber die Inhaberin ist super nett und erklärt uns alles. Wir haben einen tollen Platz auf einer Anhöhe und schauen auf den See bzw. die Bucht zur Ostsee. Bei strahlendem Sonnenschein machen wir Womotüt standfertig. Ringsum uns herum feste Wohnzelte, die aber alle nicht bewohnt sind – wir sind fast alleine auf dem Platz.

Mit Ayka erkunden wir die Umgebung und durchstreifen die Waldwege zu einer Halbinsel. Hier gibt es eine Freilichtbühne und einige Hütten – alles unbenutzt. Und natürlich wieder eine traumhafte Natur. Der Campingplatz sagt uns richtig zu. Abends sitzen wir noch lange in der Sonne und betrachten den Sonnenuntergang, der zieht sich hier schon mal bis 23.30 Uhr hin… Oliver ist aber schon ins Womo geflüchtet, denn pünktlich 30 Minuten vor dem Untergang kommen die Mücken raus. Mich haben die kleinen Viecher nie gestochen, aber Oliver war immer ein dankbares Opfer für sie.. hat wohl süßeres Blut.

 

Unser 9. Tag in Bildern

Tag Zehn in Schweden – 10. Juni in Östhammar

Was für ein Morgen.. es hat sich etwas abgekühlt aber die Sonne strahlt von einem blank geputzten Himmel. Die Mückenschwärme vom Abend haben sich alle wieder ins Gebüsch verzogen. So steht einem zünftigen Frühstück in der Morgensonne nichts im Wege. Und weil es hier so schön ist und wir Womotüt auch mal eine Pause gönnen wollen, bleiben wir noch einen Tag hier. Der Ort Öregrund soll lt. der Betreiberin vom Campingplatz sehr schön sein. NAch einem Rundgang mit Ayka und einer Wäsche unsere Handtücher schnappten wir uns die Räder und auf geht es die ca. 20km bis Öregrund. Eine super schöne Strecke durch Wald, Brücken über Buchten , freie Felder.. traumhaft. Und die Sonne heizte schon wieder tüchtig ein.

Öregrund war wirklich ein sehr romantischer Ort – direkt an einer Ostseebucht gelegen. Uns empfangen die typischen Schwedenhäuser und der Yachthafen wurde von herrlich restaurierten gelben und roten Holzhäusern umrahmt. Öregrund sollte einer unserer Lieblingsorte auf dieser Schwedentour werden. Am Yachthafen gibt es auch einige Restaurants. Wir entscheiden uns für das Slupen (Schaluppe) und sollten nicht enttäuscht werden.  Das Essen war super gut und mit Blick auf den Hafen in der Sonne ein Hochgenuß. Nach dem ausgiebigen Essen ging es auf den Rädern nochmals durch dne Ort zum Fährhafen. Die gelb gestrichenen Fähren sind staatliche Fähren und stets kostenlos. Hier war richtig was los. Die Fähre bringt Personen und Fahrzeuge auf die vorgelagerte Insel Gräsö. Zurück machten wir nochmals eine Ortsbesichtigung. Ein Deutscher, der uns zufällig ansprach und hier in Öregrund lebte, empfahl uns ein Café in der Nähe der Kirche. Sehr romantisch und mit köstlichem Kuchenangebot. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Es war gar nicht so einfach zu finden. Aber der Tipp war goldrichtig: Ein richtig süßes Café und der Kuchen schmeckte himmlisch. Jetzt aber zurück die 20 km – Ayka wartet.

Abends ließen wir uns geschmortes Hähnchen schmecken und genossen wieder den tollen Sonnenuntergang. Ein überwältigender Tag ging zu Ende.

 

Unser 10. Tag in Bildern

 

Tag 11 in Schweden – 11. Juni von Östhammar nach Grisslehamns (52 km)

Der Tag beginnt wieder sonnig. Wir entscheiden uns, heute nur eine kleine Fahrt zu unternehmen. Wir haben für den nächsten drei Tage Stockholm auf dem Programm und da paßt die kurze Tour ganz gut. Gegen Mittag erreichen wir den Stellplatz Grisslehamns, den wir so gar nicht empfehlen können. Ein reiner Schotterplatz an einer Marina. Wir wir sind die letzten Tage durch wirklich tolle Plätze etwas verwöhnt. Aber egal, wir machen uns auf eine Erkundungstour in die Umgebung, nachdem Ayka zu ihrem Recht gekommen ist.

Durch einen Wald geht es hinauf auf eine Anhöhe. Dort ist noch ein alter Signalmast, der rein optisch funktioniert hat. Etwas weiter ist eine kleiner Hütte auf einem Felsen über der Ostsee. Gerade tagt der örtliche Literaturkreis in dem Häuschen und wir wollen nicht stören. Wir klettern noch etwas in den Felsen über der Ostsee und kommen zum Abendbrot ins Womotüt zurück. Zur Abendrunde mit Ayka entscheiden wir uns für einen Rundweg durch den Wald. E sist etwas kühler geworden, was aber unserer Laune keinen Abbruch tut.

Abends planen wir unseren Stockholm-Aufenthalt. Wir wollen zuerst zum Schloss Drottingholm auf ein Käffchen mit dat Silvia.. 🙂

 

Unser 11. Tag in Bildern

Tag 12 in Schweden – 12. Juni von Grisslehamns nach Stockholm (115 km)

An diesem Morgen sind wir früh auf den Beinen. Wir wollen schnell von diesem Platz runter und auf nach Stockholm. Also Womotüt abreisefertig machen:  Abwasser ablassen, Frischwasser auffüllen, Müll entsorgen und los geht es die 115 km nach Stockholm. Vorher wollen wir noch den Gastank füllen. Auf der Strecke nach Stockholm soll es eine Tankstelle mit LPG geben. Da wir ja keine Tankflaschen haben, sondern eien feste Tankanlage, können wir mit dem entsprechenden Adapter an jeder LPG – Tankstelle unseren Gasvorrat auffüllen. Aber schade nur, wenn die Tankstelle den LPG-Verkauf einen Monat vorher eingestellt hat. Der nette Pächter schreibt uns die Adresse von einem Gashändler auf, der jedoch etwa eine halbe Stunde außerhalb liegt. Egal – sicher ist sicher. Wir erreichen den Gasverkauf und für 5 Euro füllen wir den Tank auf. Das war ein Spottpreis…  🙂

Unser erste Stopp in Stockholm ist Schloss Drottingholm. Ob Silvia oder der König zu Hause sind? Egal – wir kommen und es ist geflaggt… bestimmt nur für uns 🙂 . Wenn Ihr Stockholm besucht, dann solltet ihr in jedem Fall mal hier vorbei fahren und euch Zeit für die Besichtigung des Schlosses und des Parks nehmen – es ist alles sehr gepflegt und schön angelegt. Wir stellen Womotüt ab und erkunden das Schloss und seinen Park. Gerade ist Wachwechsel und die Soldaten sehen schmuck aus in ihren Uniformen. Das Schloss liegt an einem See und ist sehr gepflegt. In einem Teil lebt die Königsfamilie, Silvia scheint nicht da zu sein – wir wurden nicht auf einen Kaffee reingebeten – schade. Dann durchwandern wir den Schlosspark mit seinen Ausblicken auf das Schloss und die natürlich angelegten Teiche. Echt schön…  Da es schon Mittag durch ist und unsere Mägen knurren, entscheiden wir uns, im Schlosscafe etwas zu essen, bevor es dann auf den reservierten Stellplatz mitten in Stockholm geht. TIPP! Wenn ihr Stockholm besucht: Bitte unbedingt den Stellplatz vorab reservieren. Selbst jetzt außer der Hauptferienzeit und unterhalb der Woche, war alles besetzt. Aber erstmal lassen wir uns den Hamburger schmecken.

Stockholm wir kommen

Und dann geht es in die City – schon jetzt: Stockholm ist eine wunderschöne Stadt und wir bräuchten eigentlich vier bis fünf Tage, um alles zu sehen. Wir hatten jedoch nur 2,5 Tage. Der Stellplatz Bredäng Camping liegt auf der Halbinsel Längholen – mit dem Rad nur 10 Minuten bis zur Altstsdt. Ein typischer Stadtplatz: Schotter und Wohnmobil an Wohnmobil. Aber es gibt eine Sanitärhaus und Ent- und Versorgung für Womotüt. Wir stehen zum Glück nicht direkt unter der Autobahnbrücke. Es haben sich einige beschwert, dass sich Steine aus der Brücke lösen und auf die Wohnmobile gefallen sind. Also wenn ihr könnt: besser nicht direkt unter der Brücke stehen. Der Lärm hat uns nicht weiter gestört. Wir waren ja viel unterwegs.

Direkt hinter dem Campingplatz beginnt ein parkähnliches Gelände, welches komplett vom Wasser umgeben ist. Ideal für Gassi Gänge mit Ayka. Von hier hat man auch einen tollen Blick über die gesamte Altstadt. Nach dem sich Ayka gelöst hat und natürlich das Wasser getestet hat, folgten wir mit den Rädern den Hinweisschildern zur Altstadt. Es ist ganz einfach: immer am Wasser entlang. Dann stellten wir die Räder ab und erkundeten die verschiedenen Viertel zu Fuß. Eine sehr schöne und ruhige Stadt. Sie hat uns beiden super gut gefallen. Wir waren happy und der Urlaub tat uns sooo gut…

Es ging zur Gamla Stan – dem Herzen von Stockholm und weiter zum Königspalast. Anschließend durchwanderten wir die Gassen und machten eine Kaffepause auf dem Platz vor dem ältesten Haus auf der Gamla Stan. Mit den Rädern fuhren wir gemütlich zur nächsten Insel Skeppsholmen und schauten am Kastell vorbei. Der Tag ging so schnell vorüber, dass wir uns entschlossen in der Gamla Stan im bekannten Barrels (Burger & Beer) zu essen. Es herrschte ziemlicher Andrang und wir hatten mal wieder Glück und bekamen direkt einen Tisch. Es ist war ein Stimmengewirr wie wohl vor Urzeiten in Babylon:  Schwedisch, Italienisch, Deutsch, Englisch – an jedme Tisch hörte man eine andere Sprache.. eine internationale Stadt. Ich finde das mega geil. Die Burger und Pommes waren super, uns hing der Magen schon unter den Schuhsohlen..

Jetzt mussten wir aber schnell zurück zu Ayka.. es sollte auch ein Gewitter niedergehen. Im Nu stand der Schotterplatz unter Wasser.  Egal.. nach dem Regen durfte Ayka dann eine große Runde drehen und wir planten den nächsten Tag.

 

Unser 12. Tag in Bildern

 

Tag 13 in Schweden – 13. Juni Stockholm

Super gut geschlafen… wir haben nichts vom Lärm der Straßen rings um uns herum mitbekommen. Für heute stand ein ausgiebiges Besichtigungs-Programm auf der To-do-Liste. Nach Frühstück und längerer Ayka-Runde starteten wir mit den Rädern Richtung Altstadt. Das Wetter zeigte sich eher von seiner bedeckten Seite – aber für eine Stadtbesichtigung ideal.  In der Nacht hatte es noch mal ein Gewitter gegeben und die Luft war frisch und sauber. Wir starteten an der alten Oper gegenüber dem Königspalast. Fahrräder abgestellt und zu Fuß ging es zurück in die Alststadt. Wir umrundeten die Gamla Stan am Wasser – vorbei am ältesten Wachturm der Stadt sowie der ehemaligen Yacht der Woolworth-Erbin.

Wir waren schon einige Zeit unterwegs und wieder überkam uns der Hunger. In einem kleinen Bistro in der Gamla Stan machten wir Rast und aßen beider Lasagne – wie passend in Schweden 🙁

Nun wollten wir das moderne Schweden kennenlernen – also auf zur Neustadt. In dem Stadtteil Norrmalm soll es ein wunderschönes Café geben: das Vete-Katten. Nach einiger Zeit hatten wir es gefunden und es ist wirklich super: Nicht zu plüschig, aber mit romantischen Sitzecken. Ich probierte die Prinzessinentorte – ein Gedicht. Und die sollte ich hier in Schweden nicht das letzte Mal gegessen haben.

Da wir nun schon einige Zeit unterwegs waren, wurde es Zeit für die Rückkehr. Ayka durfte nicht zu lang alleine im Womotüt bleiben. Glücklich uns wieder zu sehen, ging es sofort mit ihr auf die Hügel im Park neben dem Campingplatz. Der Rückweg war uns dann versperrt: ein Marathon führte genau auf unserem Weg entlang. Ayka feuerte die Läufer an und wir schlüpften in einer Lücke auf die andere Seite.

Da Stockholm aber noch sehr viel mehr zu bieten hat, schwingen wir uns erneut auf die Räder und schauten uns das Grab von Olof Palme, die Kirche und die Gärten drum herum an. Über Östermalm und Djurgarden ging es wieder zurück. Wir hätten noch tagelang bleiben können. Stockholm ist eine abwechslungsreiche, internationale Stadt. Wir haben nur einen Teile gesehen und wollen noch einmal wieder kommen. Zum Abend kam dann auch wieder die Sonne durch und ab dem nächsten Tag sollte s für den Rets der Reise wieder durchweg sonnig bleiben.

 

Unser 13. Tag in Bildern

 

Tag 14 in Schweden – 14. Juni von Stockholm nach Trosa (80 km)

Bei sonnigem Wetter müssen wir nun leider Stockholm verlassen. Womotüt wurde ent- und versorgt – Ayka nochmals einen Rundgang mit Blick auf Stockholm und wir machten uns auf den Weg nach Trosa. Wer im ZDF die Inga-Lindström Filme sieht, der kennt auch den Ort Trosa. Es soll ein typisches Schwedendorf sein und malerisch am Kanal gelegen. Wir sind gespannt. Statt die Hauptstraße E20 nahmen wir die Nebenstraßen – viel Natur und kaum Verkehr. Ein tolles Fahrgefühl…

Gegen frühen Nachmittag erreichten wir Trosa. Außerhalb des Ortes befindet sich direkt am Wasser ein Stellplatz. Wir haben noch einen freien Platz ergattern könne. Der Campingplatz ist noch viel weiter außerhalb auf einer vorgelagerten Halbinsel. Aber der Stellplatz ist super. Man hat ein Stück Wiese vor dem Wohnmobil und direkt dahinter ist das Wasser und ein Yachthafen. Wir fühlten uns richtig wohl hier.

Doch nun wollte auch Trosa erkundet werden. Und ses timnmt tatsächlich – es ist fast wie im Freilichtmuseum. Wunderschöne Holzhäuser reihen sich links und rechts eines Kanals, der den Ort durchfließt. Überall sind Motorboote angebunden sowie bei uns die Autos vor der Tür stehen. Es würde uns nicht wundern, wenn an der nächsten Ecke ein ZDF Team gerade drehen würde. Aber es blieb alles ruhig. Romantik pur.. Uns gefällt so etwas. Wie wir so verträumt durch die Gassen fahren, entdecken wir plötzlich ein ganz kleines Café – urig und urgemütlich. Auf der anderen Straßenseite stehen einige Tische und Stühle auf dem Rasen – hier mußten wir Halt machen. Gesagt, getan – schon hatten wir leckeren Kuchen eine Latte Machhiato und genossen es, in der Sonne zu sitzen. Gestärkt ging es weiter durch die Gassen. Ein rotes Haus neben dem anderen..

Die Gärten sind alle liebevoll gepflegt und sehen aus wie aus einer Gartenzeitschrift. In einer kleinen Gasse sehen wir dann fast unscheinbar ein Restaurant – herrlich am Kanal gelegen und mit einigen Tischen auf der Wiese rund ums Haus. Hier wollten wir heute Abend essen gehen – schwupps eben einen Tisch reserviert. Aber zunächst mußte Ayka versorgt werden. Dann ab zum Essen. Die Sonne brannte noch immer und wir bestellten Gambas. tranken Wei und hatten eine irren Spaß – Ayka durfte diesmal auch mit. Das Essen war köstlich und wir saßen noch lange draußen bis die Sonne langsam verschwand.

Auf dem Rückweg durchstreifen wir nochmals das in der Dämmerung noch mehr wie Puppenstube wirkende Trosa. Zum Abschluß saßen wir noch lange vor Womotüt und blickten aufs Wasser – welch in fantastischer Urlaub.

 

Unser 14. Tag in Bildern

 

Tag 15 in Schweden – 15. Juni von Trosa nach Söderköping (140 km)

Was gibt es Schöneres, als den Tag mit einem guten Frühstück in der Sonne zu beginnen? Mit frisch gepreßten O-Saft und guter Laune kann der Tag starten. Heute haben wir noch viel vor. Die Nachbarn auf dem Stellplatz empfahlen uns den Nationalpark Stendörren. Er verbindet zahlreiche kleine Inseln mit Brücken. Da möchten wir auf jeden Fall hin. Bei unserer Abfahrt kam der Parkplatzwächter vorbei und kassierte eben die 10 Euro Standgebühr. Statt der Autostraße E 40 nahmen wir lieber die Nebenstraßen – es war viel gemütlicher. Unser erstes Ziel erreichten wir nach ca. einer Stunde: Schloss Nynäs. Eine herrliche Anlage mit alten Bauerngehöften, einem stattlichen Herrensitz und einer Orangerie mit einem Café. Und wenn ich ein Café sehe, dann muß eine Prinzessinenrolle her. Mmmhh… lecker und das Wetter tat sein Übriges dazu.

Nach einer weiteren Stunde erreichen wir den Nationalpark Stendörren. Die Straße – wenn man es denn Straße nennen darf – war ein mit Schlaglöchern übersäter Schotterweg. Es rüttelte uns mal richtig  durch. Aber es sollte sich lohnen. Hier gingen die Schweden zum Baden hin. Die vielen kleinen Inseln mit den glatt geputzten Felsen sind mit Brücken miteinander verbunden. Es ist ein richtiges Inselhopping.  Aber eine irre Natur – wunderschön. Ayka genießt natürlich das Wasser und schwimmt von einer Insel zur anderen. Und überall sind Grillstellen vorbereitet. Hier kann jeder in seiner eigenen kleinen Bucht baden. Wir möchten am Liebsten noch ewig bleiben, aber der Weg bis Söderköping war noch lang. Vom Vortag hatten wir noch Hackfleisch Auflauf, den wir eben warm machten und auf dem Parkplatz richteten wir uns eben häuslich ein.

Weiter geht es Richtung Söderköping. Der recht kleine Campingplatz liegt unweit des Dorfkerns.  Womotüt wird standfertig gemacht und mit Ayka geht es zunächst eine kleine Runde. Und wieder voller Entdeckerlust schwangen wir uns auf die Räder und erkundeten den kleinen aber sehr schönen Ort direkt am Göta-Kanal. Nach einem Eis in praller Sonne fuhren wir am neuen Deich des Kanals zu seinem Endpunkt nach Mem. Hier endet der Göta-Kanal in den Buchten der Ostsee.

Nach der Rückkehr folgte ein Gassigang mit Ayka durch die Stadt – vorbei an Hängematten und einem Oldtimertreffen. Zum Abendessen gab es noch mal Hackfleisch Auflauf. Wir wollten uns aber auch noch den Rest der Stadt anschauen und los ging es mit den Bikes nach Söderköping. Eine sehr schöne Stadt mit gepflegten Holzhäusern und einer kleinen Promenade am Kanal. Dort trat in einer Kneipe im Außenbereich eine irische Band auf. Wir setzten uns in der untergehenden Sonne an den Kanal und hörten zu.  Was braucht man mehr im Leben?

Am Womotüt saßen wir später noch lange und waren selig.. ein Urlaub wie er schöner nicht sein konnte.. aber es war ja schon die letzte Woche angebrochen.. ach was, trübe Gedanken gab es jetzt nicht..

Erschöpft aber glücklich fielen wir todmüde in die Betten.

 

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Tag 16 in Schweden – 16. Juni von Söderköping nach Västervick (140 km)

Heute haben wir uns viel vorgenommen.

  • Ruinenbesichtigung
  • Fahrt mit einer Fähre
  • Schlossparkbesichtigung
  • neuer Campingplatz
  • Sight-Seeing in Västervick

Damit das Programm starten kann, geht es früh los. Das erste Ziel war die Burgruine Stegeborgs. Eine schöne Anlage. Das muss früher eine schöne Burg gewesen sein. Sie liegt auf einem Hügel umgeben von Wasser mit tollen Ausblicken über die Bucht. Direkt vor der Ruine ist der Wartebereich für die Fähre nach Norrkrog. Einmal möchten wir auch mit diesen gelben, kostenlosen Fähren fahren. Der Nachteil: Die Fähre bringt uns auf die falsche Seite. Wir müssen also einmal um die Bucht herumfahren. Das kostet Zeit – aber wir haben Urlaub.

Zwischendurch halten wir an einem Rastplatz und essen eine Kleinigkeit. Der Rastplatz ist wieder herrlich an einem See gelegen. Wissen die Schweden diese Natur noch zu schätzen? Ja, sie tun es! Wir kommen mit einer Schwedin ins Gespräch, die uns erzählt, dass alle Schweden von Juni bis August super glücklich sind und viel draußen sind. Der Winter ist eien harte Zeit – monatelang Dunkelheit – das schlägt aufs Gemüt.

Wir nehmen anschließend die ausgebaute Europastraße E22 Richtung Västervick. Bevor wir aber zum Campingplatz fahren, halten wir auf der Halbinsel Gränso und schauen uns  das Schloss Gränso an. Es ist Sonntag mittag und es spielt im Schlossgarten eine Kapelle. Die Schweden sitzen auf Decken auf der Wiese und hören sich das Konzert an. Wir wollen mit Ayka eine kleine Insel vor dem Schloss erkunden, die mit einem Steg mit dem Schlosspark verbunden ist. Leider wird der Weg auf Die Insel jedoch durch mehr oder weniger bockige Schafe blockiert. Wir lassen die Schafe auf Ihrer Insel und verzichten lieber auf eine Besichtigung.  Stattdessen wandern wir noch etwas am See entlang und Ayka nutzt jede Gelegenheit zum Baden im kristallklaren Wasser.  Auf dem Rückweg kreuzt noch eien große Schlange unseren Weg – da ist man zunächst ganz schön erschrocken. Aber so schnell wie sie gekommen ist, war sie auch wieder weg.

Nun ging es zum Campingplatz Västervick Resort – ein riesiger 5-Sterne Campingplatz. Wir hatten einen tollen Platz auf einer großen Wiese ganz für uns allein – direkt am Wasser. Dann mal los und Umgebung erkunden – zunächst zum Hafen und weiter in die Stadt. Am Hafen gab es noch so kleine Stühle, auf denen man sich ausruhen konnte – witzig gemacht. An der Promenade setzten wir uns in ein Restaurant und ließen uns das Abendessen in der Sonne schmecken – also mal ehrlich: wer muß da zum Gardasee, wenn man hier in Schweden in der Sonne am See sitzen kann? Uns ging es richtig gut: Das Essen schmeckte prima und der Ausblick auf den Hafen war auch super.

Zum späten Abend liefen wir noch vom Campingplatz aus auf eine vorgelagerte Insel, die mit einer Brücke mit dem Festland verbunden war. Ayka nahm ihr Abendbad und wir genossen die Aussicht auf die offene Ostsee. Zum späten Abend fand noch eine Partie Skibbo draußen statt und Aykas Abendgang führte uns zum Schwimmsteg des Campingplatzes/Ferienparks. Alles sehr schön angelegt. Nun aber zurück, der Tag wer super aber wir wollten vor lauter Müdigkeit nur noch schlafen…

 

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Tag 17 in Schweden – 17. Juni von Västervick nach Öland (180 km)

Der Morgen war mega.. wieder einmal strahlend blauer Himmel und eine warm, angenehme Luft. Wir frühstückten vor unserem Womotüt und besuchten nochmals die vorgelagerte Insel. Das Wasser, Das Grün der Bäume, das Blau des Himmels – es sah fast aus wie gemalt. Einfach nur traumhaft schön.

Aber wir mussten noch ein ganzes Stück Weg heute schaffen. Ziel war die Insel Öland. Zuvor wollten wir uns aber Schloss Kalmar anschauen. Also Womotüt startfertig gemacht und los geht es auf herrlichen Straßen durch die Natur. Man kann sich gar nicht satt sehen daran. Nach gut 2,5 Stunden mit Pausen erreichten wir mittags Schloss Kalmar. Ein gewaltige Anlage, die schon von außen einen gehörig Eindruck macht. Auch von innen lohnt sich die Besichtigung. Die Deckenverzierungen und insgesamt die Räume waren wunderbar erhalten. Ich durfte dann auch mal kurz König spielen und auf dem Thron Platz nehmen. Für die Besichtigung sollte man schon 2 Stunden einplanen.

Danach ging es auf die Ölandbrücke, die die Insel Öland mit dem Festland verbindet. Die Brücke ist echt schmal mit so einem Womotüt. Zum Glück war es fast Windstill. Bei schwerem Sturm möchte ich nicht auf der Brücke hin und her schwanken. Wir hatten aber unser Ziel vor Augen: die Insel Öland und den Campingplatz Saxnäs. Ein sehr schöner Platz direkt am Wasser. Wir konnten uns richtig ausbreiten und beschlossen, hier zwei Nächte zu bleiben. Ausruhen, mal einfach rum liegen und die Seele baumeln lassen. Für Ayka ist es auch herrlich .. Wiese zum Ballspielen, flaches Wasser zum Toben und Sonne um es sich gut gehen zu lassen.

Wir nutzen die sehr gut ausgestatteten Waschräume und waschen ein paar Sachen durch, damit sie in der Sonne trocknen können. Nach dem Einkaufen im nahen Supermarkt, schauten wir uns den Sonnenuntergang an. Romantisch, traumhaft schön.

Mal sehen, wie der nächste Tag wird…

 

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Tag 18 in Schweden – 18. Juni auf Öland

Der nächste Morgen begrüßte uns erneut mit einem blankgeputzten Himmel. Der Frühstückstisch in der Sonne war schnell gedeckt. Wir mußten uns beeilen, damit der O-Saft nicht warm wurde. Immerhin waren es morgens um 9 Uhr schon weit über 20 Grad. Es ist herrlich, wenn die Sonne schon seit Stunden auf ist und der Tag voller Enthusiasmus beginnt. Heute haben wir uns eine große Radtour vorgenommen. Wir wollen auf Öland eines der großen Wahrzeichen Schwedens besuchen: Schloss Borgholm und natürlich den Sommersitz der Königsfamilie: Schloss Solliden.

Aber vorher ging es mit Ayka eine große Runde und Oliver nutzte den Agiltypark auf dem Campingplatz für eine sportliche Übung.. für Ayka und Oliver… Nun war Ayka aber platt und wir konnten mit den Rädern los. Es ging an herrlichen Mohnwiesen, vielen Windmühlen und tollen Ausblicken auf die Ostsee die Insel hinauf zu Schloss Borgholm. Wenn Ihr auf Öland seid, dann müßt Ihr euch die Anlage anschauen – riesig und faszinierend. Da wir von der Größe der Anlage überwältigt waren, haben wir zu viel Zeit bei der Besichtigung verbracht. So konnten wir nur noch im Schlosscafe von Schloss Solliden ein Stück Kuchen essen. Anschließend mußten wir die Stecke ja wieder zurück zu Ayka.

Bei bestem Wetter genoßen wir in der Abendsonne gutes schwedisches Brot und dankbar für den tollen Tag.

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Tag 19 in Schweden – 19. Juni von Öland nach Malmö (310km)

Heute sollte unsere längste Tour in Schweden vor uns liegen: Über 300km bis nach Malmö. Aber wir wollten vorher unbedingt noch das Schloss Solliden besichtigen. Nachdem wir Womotüt abfahrbereit gemacht hatten, gionge s schon früh morgens bei bestem Wetter los. Da wir zu früh da waren, fuhren wir zunächst in den Ort Borgholm. Ein netter, sympathischer Ort direkt an der Ostsee. Auf dem Markplatz war man gerade damit beschäftigt den Midsommernachts-Baum aufzustellen. Leider werden wir dieses Ereignis nicht miterleben. Nach der Besichtigung von Hafen und Ortsmitte, ging es zurück zu Schloss Solliden – dem Sommersitz der Königsfamilie. Es ist traumhaft schön angelegt. Das Schloss – sieht eher aus wie eine große römische Villa – und der Garten sind super gepflegt. Es hat uns sehr gut gefallen. Nut drei Tage später sollte die Königsfamilie dort ihren Urlaub antreten. Anschließend besuchten wir nochmal das kleine, romantische Schlosscafe. Ein witziges Element: Der Eingang zur Toilette führt durch einen Wandschrank. Aber die Kuchen sind spitze und wir hätten  noch Stunden hier sitzen können, aber wir hatten ja noch einen weiten Weg vor uns. Auf dem Weg Richtung Ölandbrücke, hielten wir noch an der ältesten Kirche auf Öland und fuhren dann über die Autobahn nach Malmö.

Wir waren von Malmö sehr enttäuscht. Der Campingplatz war völlig überlaufen und überall waren Fremde auf dem Platz, da hier auch ein Durchgang zur Stadt war. Wir fühlten uns überhaupt nicht wohl und es war klar: Morgen um 7.00 Uhr stehen wir an der Schranke und machen uns auf den Weg nach Kopenhagen.

Abends gingen wir mit Ayka noch spazieren und schauten uns schon mal aus der Entfernung die Öresundbrücke an, über die wir am nächsten Tag schweren Herzens Schweden verlassen würden.

Schweden hat uns beide voll erwischt – es war mit Abstand der schönste Urlaub, das naturreichste Land, das beste Urlaubswetter, was wir je erlebt haben. Schweden: wir kommen wieder!

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Tag 20 in Schweden – 20. Juni von Malmö nach Kopenhagen (40km)

Punkt 6.00 Uhr ging der Wecker – wir wollten nur noch weg hier und standen pünktlich um 7.00 Uhr an der Schranke und machten uns auf den Weg zur Öresundbrücke. Ein imposantes Bauwerk und die Fahrspuren sind nicht gerade breit. Bei starkem Wind hätte ich hier schon gehörig Respekt. Mitten auf der Brücke mußten wir Adjö Schweden und velkommen Danmark sagen. Um 10.00 Uhr erreichten wir unseren Stellplatz in Kopenhagen. Dieser lag mit dem Rad etwa 20 Minuten außerhalb der City – bot aber viel Platz. Ich war nur froh, dass wir alle sanitären Anlage an Bord hatten. Diese waren nicht gerade vertrauenserweckend. Aber direkt hinter dem Platz war ein großer Park mit einem kleinen See – für Ayka ideal. Aber für unsere Zwecke – einer Besichtigung Kopenhagens – war der Platz super. Nachdem Ayka versorgt war, schnappten wir uns die Räder und ab ging es Richtung Kopenhagen. Für Radfahrer ist die Stadt ein Traum: Sehr breite Radwege, eigene Ampelschaltungen aber auch bis zu 100 Fahrradfahrer an der Ampel. Da muss man auf Trab sein…

Unser erstes Ziel war das Grab von Hans Christian Andersen auf einem sehr schön angelegten Friedhof. Weiter ging es zum Nyhavn – einer der Attraktionen Kopenhagens. In einer der zahlreichen Kneipen haben wir uns zum Mittag gestärkt und den Trubel an uns vorbei ziehen lassen. Das Wetter war wieder genial und die Sonne brannte auf uns herab.

Natürlich stand jetzt die kleine Meerjungfrau auf dem Besichtigungsprogramm – ok – jetzt weiß ich, warum sie „klein“ heißt.  Jetzt ging es zur Altstadt. Wir ließen die Räder stehen und bummelten durch die Gassen. Kopenhagen gefiel uns beiden sehr – eine lockere, internationale Mischung.. toll. In einem Bistro mit Blick auf den vollen Marktplatz stärkten wir uns nochmal mit Lachs und Frikadellen, um dann den Weg zurück zu Ayka anzutreten. Kopenhagen ist eine tolle Stadt. Am Womotüt gönnten wir uns etwas Pause und gingen mit Ayka eine richtig große Runde im Park nebenan.

Aber wir wollten noch mal in die City und den Tag in der Stadt ausklingen lassen. Also ab auf die Bikes und 20 Minuten später standen wir erneut am Nyhavn und ließen uns unsere Pizza und Nudeln in der Abendsonne schmecken – ein Gefühl wie in der Toskana… 🙂

Aber auch Wehmut kam auf.. Morgen würden schon wieder in Deutschland sein und der Urlaub unaufhaltsam dem Ende entgegen gehen. Wir saßen noch lange an diesem Abend vor unserem Womotüt und redeten viel über die vergangen drei Wochen und die erlebten Eindrücke.

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Tag 21 – 21. Juni von Kopenhagen nach Hamburg (340km)

Der letzte richtige Urlaubstag begrüßte uns mal wieder mit herrlichem Sonnenschein. Also ab nach draußen und erst mal herzhaft gefrühstückt. Immerhin unser letztes Frühstück im Ausland. Es kommt richtig Wehmut auf. Es war so wunderschön. Schweden und Dänemark haben uns gleichermaßen gut gefallen.  Mit Ayka noch mal eine schöne Runde durch den  Bellahoj-Park und dann geht es Richtung Fehmarn. Wir durchqueren Dänemark bei herrlichem Sonnenwetter und kommen nach einiger Fahrzeit am Fährhafen in Rodby an. Wir hatten schon unterwegs eine VIP-Karte mit Buffet auf der Fähre gebucht und am Hafen ging alles ganz schnell: Kaum da, schon winkte uns der Einweiser an allen Wartenden vorbei auf eine freien Platz auf der Fähre. Hinter uns gingen die Türen zu und nach 5 Minuten waren wir schon auf der Ostsee… das ging flott…

Ayka wurde noch mal versorgt und dann gingen wir hoch ins Restaurant mit Plätzen direkt am Fenster. Wir ließen uns das Buffett schmecken und uns anschließend auf dem Deck den Wind um die Nase wehen. Nun ging der Blick zurück Nach Skandinavien. Es war unser schönster Urlaub, phantastische drei Wochen ohne Streit, mit viel viel Sonne und einer überwältigenden Natur.

Aber noch waren wir ja im Urlaub. Nach nur 45 Minuten war die Überfahrt schon wieder vorbei und wir hatten deutschen Boden unter den Füßen. Grund genug in Burg auf Fehmarn Halt zu machen. Aber schon der Parkplatz holte ins in die zurück gebliebene deusche Welt zurück. Während man in Schweden auf jedem noch so kleinen, gebührenpflichtigen Parkplatz mit Handy zahlen kann, war das hier natürlich nicht möglich. Der Automat zudem schwer verständlich und verschmiert. Und dann dieses Burg auf Fehmarn: Es wimmelte voller Sanadelen-Träger mit weißen Socken bis zu den Knien – grauenvoll! Ich kannte Fehmarn aus einem Urlaub von vor 30 Jahren – es muss sich sehr gewandelt haben!

Uns zog es schnell von der Hauptstraße in eine ruhige Seitenstraße mit einem wunderschönen, leeren Café im Hinterhof. Dort stärkten wir uns ein wneig und wollten den Schock dieser Family-Tourischleuder Burg schnell vergessen.

Also ab zum Womotüt. Ziel war heute noch Hamburg.. und wir hatten nicht reserviert. Gegen 18 Uhr kamen wir am Campingplatz Elbe Camping an. Es war fast wie auf einem Hippy-Camp. Ein Gewusel und sehr voll.. „Wir sind randvoll.. nichts zu machen.. “ Oh no.. was jetzt.. „wir kommen gerade drei Wochen aus Schweden .. echt nicht ein kleines Plätzchen für uns Womotüt frei?“ „Mensch Jungs – ich schau noch mal“.. Bei dem Wort Jungs wolölt ich mich schon umdrehen, ob sie wirklich uns meint.. „Dachte ihr kommt aus Afrika.. so braun wie ihr seid.. Kommt einen Platz für eine Nacht habe ich – müsst mal schauen, ob ihr reinpasst“

Na also.. ging doch.. und klar passten wir rein.. mitten unter Bäumen direkt am Elbufer. Nach einem Gang mit Ayka an die Elbe, packten wir uns die Räder und fuhren die Elbe entlang bis zu unserem Jenisch Park. Wir waren bestimmt schon 20x in Hamburg und statten diesem herrlichen Park an der Elbe mit großer Freilauffläche für Hunde immer einen Besuch ab. Auf dem Rückweg kehrten wir dann in der Kajüte SB12 ein. Auf dem Elbstrand waren Tisch aufgebaut und wir waren glücklich, dass der Urlaub so toll zu Ende ging. Das Essen war klasse – mein Kotelett überragte fast den ganzen Teller.

Und dann zuckten plötzlich alle zusammen. Es war ein lautes Tuten zu hören und der Himmel verdunkelte sich fast: Die Queen Mary 2 fuhr direkt an uns vorbei. Ein imposantes Schiff.

Unser letzter Abend.. wir gingen noch mal zum Elbufer mit Ayka und dachten bei einem Glas Wein / Cola still über den Urlaub nach.. Es war nun zu Ende.. wie schnell gingen die drei Woche vorbei…

 

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Tag 22 – 22. Juni von Hamburg nach Düsseldorf (420km)

Auch der letzte Tag enttäuschte uns nicht. Es war wolkenlos und die Elbe glatt wie ein Kinderpopo.. Also raus mit Ayka ans Wasser.. Ayka genoß ihr letztes Bad in diesem Urlaub und bei uns kullerte die eine oder andere Träne: Lass uns einfach die A7 wieder Richtung Norden nehmen…. ach wenn das so ginge…

Stattdessen hieß es zusammen packen, noch mal kurz frühstücken und dann ab nach Hause.

Gegen 15.00 Uhr erreichten wir – auch hier bei Hitze (34 Grad) und Sonne – unsere Heimat – Düsseldorf hatte uns wieder.

Jetzt begann das große Auspacken… Waschen… Sortieren…

Schweden war ein Traum und wir werden diese Zeit niemals vergessen…

 

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